Verlag Manfred Hennecke
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historegio

NEU Murrhardt und der Dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648
Religionskonflikt – Militär – Kriegsfolgen

von Gerhard Fritz

Es ist bekannt, dass der Dreißigjährige Krieg mit seinen Bevölkerungsverlusten und Zer- störungen den deutschen Südwesten in kaum vorstellbarer Weise traf. Aber wie wirkte sich das konkret vor Ort aus? Murrhardt ist dafür ein besonders originelles Untersuchungsobjekt: Das hiesige Kloster wurde 1629/30 wieder rekatholisiert. Zwischen den Mönchen und ihren protestantischen Konkurrenten entwickelte sich ein jahrzehntelanger Kleinkrieg, in dem es sowohl um die Seelen der Untertanen als auch um deren Geldbeutel ging. Beide Seiten setzten sowohl moralischen und juristischen Druck als auch militärische Gewalt ein, um ihre Ziele zu erreichen. Noch schlimmer als alle militärischen Exzesse waren zwei verheerende Pestepidemien mit anschließender Hungersnot. Wie die Untertanen zwischen den Klippen dieser religiösen und politischen Rechthaberei und apokalyptischen Not hindurchkamen – oder in großer Zahl unter- gingen – kann im vorliegenden Buch eindrucksvoll dargestellt werden.

Band 13 der Reihe historegio, Broschur, 180 S., 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-948138-06-6
Preis: 18,80 €


Menschen in der Geschichte - Ungarndeutsche Schicksale

herausgegeben von Zoltán Huszár und Agnes Klein

Die vorliegende Publikation enthält neun Beiträge, die durch Inhalt und Forschungsmethode miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt der Studien steht das Schicksal deutscher Familien in Ungarn, nicht aus der Vogelperspektive betrachtet, sondern der Frage nachgehend, wie die Politik wirkte, wie die großen politischen Entscheidungen, Kriege, Schlachten, Kämpfe und deren Folgen das Leben einfacher Menschen beeinflussten. Dies zu untersuchen, eignet sich die Geschichte der Deutschen in Ungarn bestens, denn die Mitglieder dieser Minderheit erlebten die Veränderungen der letzten Jahrhunderte unmittelbar. Aber der Band legt nicht nur Jahrhunderte in der Zeit zurück, sondern auch geographisch nehmen die Erzählerinnen und Erzähler uns über viele tausend Kilometer auf die Reise. Ihr Weg führte vom Oberrhein und auch gleichsam von den Donauquellen im Schwarzwald die Donau hinab bis Ungarn - und in manchen Fällen auch nach Sibirien und wieder zurück nach Ungarn oder auch wieder nach Deutschland. Dabei konzentrieren sich die Autorinnen und Autoren vorwiegend auf einzelne Personen und ihre Geschichte und stellen die Ereignisse aus dem Blickwinkel der Betroffenen dar.

Band 12 der Reihe historegio, Broschur, 162 S., 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-948138-04-2
Preis: 16,80 €

 


Mikrohistorische Studien aus einem halben Jahrtausend
Untersuchungen aus Krieg und Frieden vom 16. bis zum 20. Jahrhundert

herausgegeben von Gerhard Fritz

Der Band entfaltet ein mikrohistorisch konzipiertes Panorama der deutschen und europäischen Geschichte. Er enthält Beiträge zur Demographie dreier südwestdeutscher Orte des 16. und 17. Jahrhunderts, zur Darstellung der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71 in der Schwäbisch Gmünder Presse, zur Lebenswelt einer Dame der „besseren Gesellschaft“ aus den Jahren 1905 und 1906 sowie zum Zweiten Weltkrieg, gesehen mit den Augen eines Soldaten der deutschen Wehrmacht und eines Soldaten der sowjetischen Roten Armee. Alle Beiträge sind aus studentischen Arbeiten hervorgegangen.

Band 11 der Reihe historegio, Broschur, 422 S., zahlr. Abb., 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-948138-03-5
Preis: 22,80 €


Murrhardter Sozialgeschichte
von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges
(ca. 1550 bis 1620)

von Gerhard Fritz

Die Geschichtsschreibung hat die Zeit zwischen der Einführung der Reformation in Württemberg (um 1550) und dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges (um 1620) vernachlässigt: Keine Kriege, keine Katastrophen, keine grundsätzlich neuen Weichenstellungen – scheinbar nichts, worüber es sich zu berichten lohnt. Tatsächlich bieten aber gerade diese sieben Jahrzehnte die Chance, einmal die Normalität der vormodernen Gesellschaft kennenzulernen. Der Blick auf die örtliche Ebene – hier die des Klosters und des Klosteramtes Murrhardt – zeigt mikroskopisch genau, welche Sorgen und Nöte, welche Handlungsspielräume und Freuden die einfachen Menschen hatten. Und dieser mikroskopische Blick enthüllt auf einmal Dinge, die bei einer makrohistorischen Herangehensweise unter den Tisch fallen: Es gab eben doch die Katastrophen und die Veränderungen, die den Menschen das Leben sauer machten: Hungersnöte, Seuchen, Korruption, Wohnungsnot, Klimawandel (auch damals schon!) – und es gab das spannungsreiche Nebeneinander von Armen und Reichen, die Steuern und Abgaben, das komplizierte Geflecht des staatlichen Herrschaftssystems mit seiner abgehobenen Bürokratie und den Beherrschten, die das alles ausbaden mussten.

Das hier vorgelegte Buch ist weit mehr als eine bloß lokale Studie. Es zeigt, wie Herrschaft und Alltagsleben vor über 400 Jahren funktionierten. Die Parallelen zu heute sind frappierend.

Band 11 der Reihe historegio, Broschur, 422 S., zahlr. Abb., 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-948138-03-5
Preis: 22,80 €


Die Zeit der Katastrophen

Gmünder Schicksale zwischen 1914 und 1945

herausgegeben von Gerhard Fritz

Die Beiträge befassen sich mit Themen aus der Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie wurden größtenteils von Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd verfasst. Die Herausgabe dieses Buches hat verschiedene Wurzeln.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges erschien 2014 ein Grundlagenwerk zu dieser europäischen Katastrophe, das exemplarisch zeigt, wie die Garnisonsstadt Gmünd in den Krieg verstrickt war. Als Folge dieses Buches tauchten aus Privatbesitz neue, bislang unbekannte Quellen auf, die sowohl das Schicksal der Stadt und ihrer Soldaten als auch den Krieg insgesamt beleuchten. Diese neuen Quellen – Feldpostbriefe, aber auch zeitnah nach dem Krieg verfasste Kriegserinnerungen – werfen ein unmittelbares und teilweise drama-tisches Licht auf den Krieg und die mit ihm verbundenen Schicksale.

In den letzten Jahren sind an der PH Schwäbisch Gmünd verschiedene studentische Arbeiten entstanden, die es verdienen, nicht in der Schublade zu enden, sondern der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Alle diese Beiträge rekapitulieren nicht, wie dies bei den meisten Studienarbeiten der Fall ist, längst Bekanntes. Vielmehr sind es echte Forschungsarbeiten, und alle schaffen es, anhand lokaler Quellen allgemeine, europa- und weltweite Probleme konkret fassbar zu machen. Das ist der große Vorteil der lokalen bzw. regionalen Methode: Sie konkretisiert das Abstrakte und macht es verständlich.

Nun befasst sich das hier vorgelegte Werk aber nicht nur mit dem Ersten Weltkrieg, sondern greift auch in die Zeit der Weimarer Republik und des Zweiten Weltkriegs aus. Auch hier wird in mehreren Beiträgen deutlich gemacht, was diese Epochen für die Menschen vor Ort konkret mit sich brachten.

Band 9 der Reihe historegio, Broschur, 334 S., zahlr. Abb., 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-927981-97-3
Preis: 16,80 €